Manuel Quero
Manuel Quero Castellano
*28.4.1970 in Barcelona
- 2000 – Diplom Bühnentanz
- 1995-1999 – Folkwang Hochschule Essen
Tänzerische Laufbahn:
- 2003 – Tanztheater-Projekt mit Samir Akika
- 1999-2003 – Mitglied im Folkwang Tanzstudio. Wirkte mit in Choreographien von Henrietta Horn, Joe Alegado, Mui Cheuk Yin, Manuel Quero u.a.
- 1995-1999 – Wirkte in Choreographien von Henrietta Horn, Malou Airaudo, Jean Sasportes u.a.
- 1999-2000 – Arbeit bei Pina Bausch in Wuppertal
Choreographische Laufbahn:
- 2007 – Dra-Men-Woman
- 2006 – Sucht (für das Tanztheater Kassel)
- 2005 – Infantin
- 2005 – London Bridge (für das Tanztheater Freiburg)
- 2004 – Freneticas
- 2004 – Monotonos
- 2002 – The Maids of Honour
- 2000 – Mal so, Mal so
- 1999 – Snake
- 1999 – Diagonale
- 1998 – Liebkosungen
Videoproduktionen:
- 2009 – Stimmen
- 2007 – Die Multifunktionalität der Frau
- 2005 – Der König
- 2004 – Klopf, klopf!
- 2003 – Flucht vor sich
- 2002 – Waldgespräch
Weitere choreographische Tätigkeiten:
- 2007 – Gastchoreograph in Göteborg beim Theater “24mq”
- 2006 – Tanztheater-Projekt auf Kuba mit Samir Akika für das “Teatro Nacional de Danza”
- 2005 – Gastchoreograph in Castellón (Spanien) und Mitglied der Jury für den Tanz Preis “Teatro Principal”
- 2004 – Tanzprojekt “Ein ungewöhnlicher Tag” mit Schülern der Klasse 7 am St. Ursula Gymnasium, Neheim
- 2002 – Workshops in Thailand, Berlin und Spanien
- 1988-1992 – Mitglied der Theater-Gruppe “Xarxa Teatre” in Castellón (Spanien)
Der am 28.4.1970 in Barcelona geborene Manuel Quero arbeitete drei Jahre lang bei verschiedenen Straßentheatern, bevor er 1996 begann, an der Folkwang-Hochschule Modernen Tanz zu studieren. Er wirkte in dieser Zeit u.a. in Produktionen von Malou Airaudo, Henrietta Horn und Jean Sasportes mit. Nach Abschluss seines Studiums 1999 wechselte er in das Folkwang Tanzstudio (FTS) unter der Leitung von Henrietta Horn, wo er sich sowohl in vielen ihrer Stücke, als auch in Werken anderer Choreographen solistisch hervortat.
Seine eigene choreographische Arbeit begann er 1998 mit “Liebkosungen” , dem im Jahr darauf die Stücke “Diagonale” und “Snake” folgten. Alle drei Choreographien wurden als Beiträge zum “Junge Choreographen”-Abend an der Folkwangschule gezeigt. Im Jahr 2001 erhielt er den Auftrag, eine Choreographie mit Studenten für den Schulabend der Hochschule zu kreieren. Es entstand “Mal so, mal so”.
Schon im Jahr zuvor entwickelte er das Solo ” Freneticas”, Teil einer Triologie, die ihre Fortsetzung 2001 in dem Gruppenstück “Meninas Freneticas” und dem, mit dem FTS 2002 entstanden “The Maids of Honour” fand. Gleichzeitig entwickelte er das Solo-Videoprojekt “Waldgespräch”, dem 2003 das Duett “Flucht vor sich” folgte.
Im Frühjahr 2003 arbeitete er mit Samir Akika in dessen Multimediaprojekt “Sharks”. Ausgezeichnet wurde Manuel Quero letztes Jahr mit dem Preis “Hungertuch 2003″. Dieses Jahr wurde er bereits für den Kurt-Jooss-Preis nominiert. Meinen Weg zum Tanz fand ich über das Schauspiel, was möglicherweise erklärt, warum Mimik und Gestik derart wichtig für meine Choreographien sind. Ich versuche stets, an Extreme heranzugehen, suche auf der einen Seite nach dem Besonderen, scheue andererseits nicht das Risiko, gängige Klischees zu nutzen und zu bedienen. Dabei gehe ich sehr intuitiv vor und lasse mich in meinen Bewegungen maßgeblich von der Musik und ihrem Rhythmus beeinflussen.
In meinen letzten Arbeiten habe ich mich vorwiegend dem Thema der Ausgrenzung gewidmet. Besonders reizvoll fand ich es, hierfür das Zeitalter des Barock als Handlungshintergrund zu nutzen, in dem man zwischenmenschliche Zänkereien, Ränkespiele und Eitelkeiten mit Puderquaste und Goldglanz zu überdecken versuchte. Verhüllt in die pompösen Reifröcke dieser Zeit, ließ ich die Tänzer sich in Neid und Egoismus gegeneinander ausspielen, zeigte sie aber auch in der daraus resultierenden Einsamkeit und Tristesse.
Die Zuschauer sollten stets im Unklaren bleiben, ob das amüsante Treiben auf der Bühne ihnen nicht eigentlich einen Spiegel vorhält und einen ironischen Seitenhieb auf die eigenen Marotten und Verhaltensweisen darstellt.


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